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So badeten die alten Römer

Überreste einer Thermenanlage sind heute ein Museum

Wer in Zülpich gräbt, der kann eigentlich immer damit rechnen, auf jahrhundertealte Hinterlassenschaften zu stoßen. Das war auch im Jahr 1929 so, als bei Kanalbauarbeiten die Reste einer antiken Anlage zutage traten.
Was der Volksschullehrer Paul Hubert Pesch in den folgenden Jahren in Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Provinzialmuseum in mühevoller Arbeit freilegte, entpuppte sich als die wohl am besten erhaltene römische Thermenanlage nördlich der Alpen.
Die mit einem Schutzdach versehene Anlage war seither für Besucher zu besichtigen. Sogar beim Luftangriff der alliierten Streitkräfte am 24. Dezember 1944 bei dem ein Großteil der Stadt, darunter auch die in direkte Nachbarschaft gelegene mittelalterliche Kirche und das alte Propsteigebäude, zerstört wurden, blieben die Thermen glücklicherweise unbeschädigt.
Als sich in den 1990er Jahren die Erhaltungsbedingungen rapide verschlechterten und das "Römerbad" schließlich geschlossen werden musste, wurde die Idee zum Bau eines thematisch einzigartigen Museums.
Am 29. August 2008 wurden die "Römerthermen Zülpich - Museum der Badekultur" eröffnet.
Die Überreste einer römischen Thermenanlage aus der Mitte des 2. Jahrhunderts nach Christus sind die Hauptattraktion des Museums, das mittlerweile in die Trägerschaft des Landschaftsverbandes Rheinland übergegangen ist. Auf einem archäologischen Rundweg werden die Besucher rund um die Thermen geführt und die Funktion der unterschiedlich temperierten Räume erläutert.
Außerdem nimmt die Ausstellung den Besucher auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Badekultur von der Antike bis zur Gegenwart. Die "Römerthermen Zülpich - Museum der Badekultur" haben dienstags bis freitags von 10 Uhr bis 17 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 11 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

Letzte Änderung: Donnerstag, 30.09.2010 15:58 Uhr