"Deutschland, ein Wintermärchen"

Max Ernst-Museum präsentiert 100 Kunstwerke von George Grosz

Brühl. Bis zum 18. Dezember zeigt das Max Ernst-Museum eine hochkarätige Auswahl von fast 100 Aquarelle, Zeichnungen und Collagen des führenden Vertreters der Berliner Dada-Bewegung George Grosz, darunter bislang noch nie gezeigte oder publizierte Arbeiten von 1908 bis 1958.

Zu sehen sind die Auseinandersetzung mit dem politischen Geschehen seiner Zeit, die vehemente Kritik an Bürgertum, Kirche und Militär, die Faszination für die Metropolen Berlin und New York und die Offenlegung der triebhaften Facetten des Menschen.

In der Ausstellung läuft täglich außer monatgs von 11 bis 18 Uhr der einstündige Film "Das Menschenschwein im Visier - die Sehnsucht des George Grosz" (2009) von Alexander Urban. Der Titel der Ausstellung zitiert nicht nur das berühmte Gedicht von Heinrich Heine, sondern nimmt auch Bezug auf ein verschollenes Grosz-Hauptwerk von 1918.

Zu diesem Gemälde ist 2010 eine bedeutende Vorstudie in Aquarell aufgetaucht, in der alle Hauptmotive bereits angelegt sind und die nun erstmals in einem Museum vorgestellt wird. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Nachlass George Grosz von Gastkurator Ralph Jentsch und mit der Stiftung Ahlers/ Kestner Pro Arte in Hannover.

Zu der Austellung ist ein Katalog mit 192 Seiten, 155 Abbildungen, davon 133 farbig, und mit Beiträgen von Ralph Jentsch, Prof. Dr. mult. Werner Spies und Jürgen Wilhelm erschienen (Museumsausgabe, gebunden: 29,90 €).

Letzte Änderung: Sonntag, 06.11.2011 17:14 Uhr

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